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Schlafen - einfach nur schlafen!

Schlafen ist für mich nicht einfach nur Schlafen. Es ist mehr.

Es bietet mir Erholung, Ruhe und vor allem totale Abschottung. Mein bester Weg, um der ganzen Welt, allen anderen Menschen, meiner Migräne und meinen Problemen aus dem Weg zu gehen. Ich lege mich hin, schließe die Augen, lasse meinen Gedanken freien Lauf und schlafen. Stundenlang. Ohne auch nur einmal aufzuwachen.

So gut es mir tut, um für mich alleine zu sein, umso schlimmer sind die negativen Begleiterscheinungen. 

Ich bin ständig am Schlafen, finde keine Zeit mehr für meine Hobbys oder meine Freunde. Meine Instrumente wurden früher täglich genutzt, heute liegen sie mehr oder weniger unbenutzt in meinem Zimmer. Meine Freunde unternehmen meist etwas ohne mich und erzählen es mir noch nicht einmal. Ebenso geht mein Tages- und Nachtrhythmus völlig kaputt. Ich schlafe den ganzen Tag und mache die Nacht zum Tag. 

Mein ganzes Leben wandelt sich. Es wird immer schlimmer. Stehe ich einmal früh auf, muss ich am Nachmittag natürlich extra schlafen, sonst bringe ich nichts auf die Reihe. Ein richtiger Teufelskreis. 

Dadurch, dass ich keine Zeit und auch keine Kraft mehr für meine Hobbys oder meine Freunde habe, fühle ich mich erst recht komplett alleine. Ich werde traurig, weil ich es bereue, so viel geschlafen zu haben. Was habe ich noch? Meine Freunde haben sich alle abgewendet.

Ich werde traurig.

Und lege mich wieder ins Bett um zu schlafen.

15.10.13 23:51


Home Sweet Home?

Ein Zuhause ist ein Ort des Wohlfühlens, ein Ort der Zusammengehörigkeit, ein Ort des gegenseitigen Interesses und ein Ort des Respekts.

Eigentlich.

Doch wenn ich nach Hause komme, fühle ich nicht wirklich viel davon. Nicht, dass meine Familie schrecklich wäre, das will ich nicht sagen. Aber trotzdem fühle ich mich nicht zugehörig, ich fühle mich alleine. Als würde es heißen: Es gibt meine Familie und es gibt mich. Gefühlsmäßig zähle ich mich nicht dazu. Als wäre ich ein Mensch, der nur wohnt und nicht lebt. Abgesehen von den gemeinsamen Mahlzeiten verbringe ich den restlichen Tag nur für mich. Selten teile ich meine Stunden mit ihnen. Und wenn ich es tue, bin ich danach nur traurig und liege stundenlang in meinem Bett. Ich fühle mich einfach nicht wirklich wahrgenommen. Wahrgenommen als einen Menschen, aber nicht wahrgenommen als Person mit Gefühlen, Träumen, Erinnerungen, Ängsten, Sorgen und Gedanken. 

Irgendwo freue ich mich natürlich auf mein Zuhause, aber das bezieht sich meistens nur auf mein Zimmer. Denn das gehört mir. Es ist mein Reich. Meine Privatsphäre. Meine eigene Welt voller Glück, aber oft genug auch Traurigkeit. Es zeigt mir, wer ich war. Wer ich bin. Und wer ich sein werde.

Ich weiß nicht, wo mein Zuhause ist. Hier ist es nicht. Es ist ein Haus, in dem ich aufgewachsen bin, ja, aber es ist nicht der Ort, an dem ich mich wohlfühle. 

Diesen Ort muss ich erst finden. Hoffentlich bald.

15.10.13 23:48


How Do I Feel?

Die Depression ist nur ein Begriff - dahinter verbirgt sich aber ein reines Gefühlschaos.

Währendessen fühle ich komischerweise nichts Konkretes. Ich liege in meinem Bett, starre einfach irgendwo hin und lasse meine Gedanken kreisen. Viel ändern kann ich nicht, ich habe einfach zu wenig Kraft, um meine Stimmung ins Gegenteil zu wenden. Ich kann nichts tun, fühle mich einfach nur hilflos. Das macht mich traurig. Normalerweise kontrolliere ich mich immer und jederzeit. Verberge vor vielen Menschen, wie es mir wirklich geht, verberge meine unglaublichen Schmerzen während der Migräne und kaum jemand weiß von meiner Depression. Doch hier kann ich nichts tun.

Ich fange an, nachzudenken. Über mich, meine Zukunft, meine Beziehung zu meinem Freund. Kurz: mein ganzes Leben. Die Gedanken dabei sind leider immer negativ. Jede noch so schöne Erinnerung, die ich mir ins Gedächtnis rufen könnte, gibt es nicht mehr. Mein Kopf kennt nur noch alles Negative.

Am Meisten belastet mich, wie sehr ich meinen Freund unter Druck setze. Wie sehr er unter meiner Krankheit leiden muss und wie sehr ich gerne einfach aufhören würde für ihn. Doch es funktioniert nicht. Egal, was er auch versucht, ich springe nicht darauf an. Bis er schließlich aufgibt und mich einfach nur in den Arm nimmt. Aber gerade das hilft mir. Zu spüren, dass ich geliebt werde, dass ich gebraucht und geschätzt werde. Aber nicht jede Umarmung kann sovieles auf einmal aussagen. Es muss der richtige Moment sein, dann ist sie mit die einzige Unterstützung.

Ich habe schon viel darüber nachgedacht, wie es ist, zu sterben. Tut es weh? Oder enspannt es mich? Macht es mich glücklich? Oder werde ich es bereuen? Werde ich vermisst? Trauert man um mich? Es ist schrecklich, solche Gedanken zu haben. Aber sie kommen und sie gehen. Ich nehme das gar nicht wirklich wahr.

Aber bis jetzt habe ich noch nicht den Mut aufgebracht, mir das Leben zu nehmen. Irgendwo erwarten mich noch Dinge, die ich unbedingt erleben muss. Ich weiß es. Also verweigere ich mir diesen "Ausweg" selber. Ich entscheide mich meistens für die harmlosere Variante und füge mir irgendwelche Verletzungen zu. Nur um dann die unglaubliche Traurigkeit in den Augen meines Freundes zu sehen, wenn er neue Wunden entdeckt. 

 

Bin ich wieder im "Normalzustand", bereue ich fast alles. Meine sinnlose Traurigkeit wegen Nichts, meine albernen Gedanken, meine absolut unnötigen Überlegungen zum Tod und ich hasse mich für jeden einzelnen Kratzer, den ich mir zugefügt habe. 

Ich schäme mich. Jedes Mal aufs Neue.

15.10.13 00:01


Ablenkung gefällig?

Bin ich erst einmal in meiner Depression drin, komm ich da so schnell nicht mehr raus. Jeder noch so kleine Auslöser reicht, um meine Laune gnadenlos sinken zu lassen. Sei es, dass ich die Spülmaschine ausräumen muss oder dass mein Freund für einen Termin kurzfristig absagt.

Dabei bildet sich dann auch noch dummerweise der typische Teufelskreis: Ich kriege schlechte Laune - merke, dass ich schlechte Laune kriege, und - kriege daraufhin noch schlechtere Laune.

Und sobald ich in diesem Zustand bin, kann ich eine schnelle Lösung vergessen. Ich dämmere in diesem Zustand des Verzweifeltsein, der Hilflosigkeit und der absoluten Traurigkeit studenlang vor mich hin. Selbst mein Freund kann mir in diesem Moment nicht so schnell ein Lächeln auf die Lippen zaubern. 

Das Furchtbare an solch einer Situation ist für mich, dass ich merke, wie traurig ich bin, wie schlecht es mir geht und wie gerne ich wieder glücklich wäre. Wie gerne ich lachen würde. Wie gerne ich Spaß an meinem Leben haben würde. Aber ich habe keine Kraft, irgendwas zu ändern. Mich aufzuraffen und zu sagen: "Es reicht! Sei glücklich! Genieß dein Leben!" Ich kann nur eine gefühlte Ewigkeit warten, bis es mir besser geht, bis ich es wieder schaffe, entspannt und glücklich zu sein.

 

14.10.13 23:33





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