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How Do I Feel?

Die Depression ist nur ein Begriff - dahinter verbirgt sich aber ein reines Gefühlschaos.

Währendessen fühle ich komischerweise nichts Konkretes. Ich liege in meinem Bett, starre einfach irgendwo hin und lasse meine Gedanken kreisen. Viel ändern kann ich nicht, ich habe einfach zu wenig Kraft, um meine Stimmung ins Gegenteil zu wenden. Ich kann nichts tun, fühle mich einfach nur hilflos. Das macht mich traurig. Normalerweise kontrolliere ich mich immer und jederzeit. Verberge vor vielen Menschen, wie es mir wirklich geht, verberge meine unglaublichen Schmerzen während der Migräne und kaum jemand weiß von meiner Depression. Doch hier kann ich nichts tun.

Ich fange an, nachzudenken. Über mich, meine Zukunft, meine Beziehung zu meinem Freund. Kurz: mein ganzes Leben. Die Gedanken dabei sind leider immer negativ. Jede noch so schöne Erinnerung, die ich mir ins Gedächtnis rufen könnte, gibt es nicht mehr. Mein Kopf kennt nur noch alles Negative.

Am Meisten belastet mich, wie sehr ich meinen Freund unter Druck setze. Wie sehr er unter meiner Krankheit leiden muss und wie sehr ich gerne einfach aufhören würde für ihn. Doch es funktioniert nicht. Egal, was er auch versucht, ich springe nicht darauf an. Bis er schließlich aufgibt und mich einfach nur in den Arm nimmt. Aber gerade das hilft mir. Zu spüren, dass ich geliebt werde, dass ich gebraucht und geschätzt werde. Aber nicht jede Umarmung kann sovieles auf einmal aussagen. Es muss der richtige Moment sein, dann ist sie mit die einzige Unterstützung.

Ich habe schon viel darüber nachgedacht, wie es ist, zu sterben. Tut es weh? Oder enspannt es mich? Macht es mich glücklich? Oder werde ich es bereuen? Werde ich vermisst? Trauert man um mich? Es ist schrecklich, solche Gedanken zu haben. Aber sie kommen und sie gehen. Ich nehme das gar nicht wirklich wahr.

Aber bis jetzt habe ich noch nicht den Mut aufgebracht, mir das Leben zu nehmen. Irgendwo erwarten mich noch Dinge, die ich unbedingt erleben muss. Ich weiß es. Also verweigere ich mir diesen "Ausweg" selber. Ich entscheide mich meistens für die harmlosere Variante und füge mir irgendwelche Verletzungen zu. Nur um dann die unglaubliche Traurigkeit in den Augen meines Freundes zu sehen, wenn er neue Wunden entdeckt. 

 

Bin ich wieder im "Normalzustand", bereue ich fast alles. Meine sinnlose Traurigkeit wegen Nichts, meine albernen Gedanken, meine absolut unnötigen Überlegungen zum Tod und ich hasse mich für jeden einzelnen Kratzer, den ich mir zugefügt habe. 

Ich schäme mich. Jedes Mal aufs Neue.

15.10.13 00:01
 
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